Einmal, ein paar Tage vor Heiligabend, machte sich die kleine Lisa Gedanken über das, was sie wohl vom Weihnachtsmann bekommen würde. Sie dachte laut: „Was schenkt einem der Weihnachtsmann, wenn man ihm nicht sagen kann, was man sich wünscht? Vielleicht leiht Mama mir ja ihr Briefpapier.“

Sie fragte ihre Mutter und sie erlaubte es. Nachher legte Lisa los mit ihrem Brief an den Weihnachtsmann. Sie schrieb:

LIEBER WEIHNACHTSMANN,
ICH WÜNSCHE MIR EINE PUPPE MIT GRÜNEN HAAREN UND EINEM BLAUEN KLEID. SIE SOLL „MAMA“ SAGEN KÖNNEN UND SEHR SÜß AUSSEHEN.

Nach kurzem Überlegen schrieb sie:

WAS BEKOMMST DU EIGENTLICH ZU WEIHNACHTEN? DU KANNST JA KEINEM WEIHNACHTSMANN SCHREIBEN… WEIßT DU WAS? ICH WÜNSCHE MIR FÜR DICH EINE PUPPE, DIE AUSSIEHT WIE DU! DAS WÄRE DOCH ETWAS FÜR DICH. ICH HOFFE DU BEKOMMST DEIN GESCHENK.

MIT VIELEN GRÜßEN,
DEINE LISA

Dann legte sie ein selbst gemaltes Bild seiner Puppe in den Briefumschlag:

Dann schickte sie ihn los zum Weihnachtsmann.

Schon an Heiligabend fand sie einen Brief vor dem Kamin:

Liebe Lisa, einer meiner Helferlein hat deinen Brief an mich vor mir selbst entdeckt und hat für mich mit Hilfe der anderen genau dieselbe Puppe hergestellt. Da habe ich mich sehr gefreut. Wenn du schon den Weihnachtsbaum gesehen hast, hast du sicher keine Geschenke entdeckt. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis, da ich die Geschenke auf das ganze Haus verteilt versteckt habe. Viel Spaß beim Suchen, Dein Weihnachtsmann

Lisa freute sich sehr und zeigte ihrer Familie den Brief. Alle begannen wie wild zu suchen. Lisas Vater fand sein Päckchen auf der Palme im Hobbyraum, ihre Mutter fand das ihre im Küchenschrank, Lisas kleiner Bruder entdeckte seines unter dem Bett und Lisa ihres im Schulranzen. Ein Geschenk für den Hund gab es sogar auch: Es befand sich in seiner Hundehütte. Sie hatten alle einen großen Spaß beim Suchen.

Im Päckchen von Lisas Mutter war eine kleine Dose. Als sie sie öffnete, ertönte wunderschöne Musik. Sie kam aus der Dose, in deren Innerem eine kleine Ballerina tanzte. Im Päckchen von Lisas Vater war ein brandneues rotes Taschenmesser. Ihr kleiner Bruder erhielt ein ferngesteuertes Auto, in dem ein Dinosaurier saß. Und in dem Päckchen von Lisa war die von ihr so sehr gewünschte Puppe.

Als sie dann zusammen sangen, die Schneeflocken betrachteten und miteinander glücklich waren, da wurde Luisa klar, dass Weinachten ein Fest der Freude, des Winters und der Familie war, und dass der Weihnachtsmann nicht die Geschenke, sondern die Liebe brachte.

Die FHG-News wünschen euch allen und euren Familien erholsame Ferien und besinnliche Weihnachten!