Stand: 6.5.26
In Deutschland sind die beliebtesten Social Media Plattformen Facebook, TikTok, Snapchat und Pinterest. Aktuell fordert die SPD ein Social Media Verbot unter 14. Doch wie realistisch ist das wirklich?
Ärzte sehen zunehmende psychische Belastung durch schädlichen Medienkonsum. Doch während Experten vor rechtlichen und technischen Problem warnen, setzt sich die SPD durch. Die Anbieter sollen dazu verpflichtet werden, eine Altersverifizierung einzubauen. Wenn es dazu kommt, dass die Plattformen dagegen verstoßen, so folgen harte Konsequenzen, wie hohe Bußgelder oder Netzsperren.
Für Jugendliche in der Altersgruppe 14-16 ist dann eine „Jugendversion“ der Apps vorgesehen. Diese Apps sollen dann frei von suchtgefährdende Mechanismen sein und das endlose Scrollen nicht ermöglichen.
Um die Altersverifizierung umzusetzen, soll die sogenannte „EUDI Wallet“ (European Digital Identity Wallet) dienen. Diese Möglichkeit der Identifikation soll es dann ab Januar 2027 geben. In diesem Wallet sind dann offizielle Dokumente, wie der Personalausweis gespeichert, und werden dann zur Verifizierung verwendet. Jugendlichen unter 16 ist es allerdings trotzdem möglich, sich über das Wallet ihrer Eltern zu verifizieren.

Die SPD fordert das Verbot aus vor allem einen Grund: Sie wollen die Jugendliche vor nicht jugendfreiem Content schützen.
Allerdings ist auch für alle Nutzer über 16 geplant, die algorithmische Empfehlungssysteme standmäßig zu deaktivieren, da diese einer der Hauptgründe für eine Sucht ist. Die Familienministerin Karin Prien, CDU, hat sich in den vergangenen Wochen auch offen für ein Social Media Verbot bis einem bestimmten Alter gezeigt. Vorbild für ein generelles Verbot ist Australien, das als erste Land der Welt ein generelles Social Media Verbot einführte.
Doch aktuell ist ein solches Social Media Verbot eher unwahrscheinlich, aufgrund von Datenschutz, Grundrechten, etc.
Quellen
Bilder: Bastian Riccardi (Pexels), StockSnap (Pixabay)
Informationen: Tagesschau, ihre Vorsorge, NDR, DIE ZEIT, SPD, MDR
